02.07.2019

Abenteuer Verantwortung

„Wir müssen warten, bis der Chef zurückkommt.“ „Ich bin nur der Vermittler.“ „Das habe ich noch nie gemacht.“ Hinter diesen Standardsätzen verbirgt sich meist mangelnde Verantwortung. Was bedeutet Verantwortung und was ist toll daran?

Verantwortung ist die Pflicht, die uns auferlegt wurde, sich einer Sache oder Person anzunehmen und so zu handeln, dass kein Schaden entsteht. In der heutigen Leistungsgesellschaft bedeutet es sogar noch mehr: Einen Standard zu erhalten und die Weiterentwicklung zu ermöglichen.

Keiner fühlt sich verantwortlich
Stellen Sie sich vor, niemand im Office übernähme Verantwortung; die Geschirrspülmaschine würde nie eingeräumt, die Urlaubsanträge nicht weitergereicht – im Ernst: Dokumente wären fehlerhaft, Termine blieben unvorbereitet, Kontaktaufnahmen fielen aus und Fristen verstrichen. Wenn sich keiner für die anfallenden Aufgaben verantwortlich fühlt, bedeutet das neben einer Pflichtverletzung auch einen Image-Schaden für das Unternehmen, was durch den Vertrauensverlust zu Auftragseinbrüchen führen wird und im schlimmsten Fall sogar den Untergang bedeuten könnte.

Kompetenzen clever nutzen
Um Verantwortung übernehmen zu können, müssen Sie mit den nötigen Kompetenzen ausgestattet sein. Eine wichtige Voraussetzung ist die Entscheidungskompetenz, die Sie von Ihrem Vorgesetzten erlangen. Er zeigt Ihnen den Handlungsspielraum auf, innerhalb dessen Sie sich bewegen und Entscheidungen treffen dürfen. Dazu kommen unsere drei Handlungskompetenzen: 1. Fachkompetenz (Wissen), 2. Sozialkompetenz (Umgang mit anderen), 3. Selbstkompetenz (Umgang mit sich selbst). So sollten Sie wissen, was Sie tun, wie Sie mit anderen umgehen und wie Sie sich selbst innerhalb dieses Umfelds bewegen. Dabei geht es immer um die Passung – was ist dort angemessen?

Im Office Verantwortung übernehmen
Sie haben den Tisch voll mit Aufgaben und Ihre Deadlines vor Augen. Sie legen schnell los – das ist toll, aber bitte nicht zu Lasten der Qualität. Diese sollte immer vor der Geschwindigkeit stehen, denn eine gute Qualität ist unabdingbar, wenn man professionell sein möchte. Halten Sie sich vor Augen, dass man Ihnen die Aufgaben anvertraut, weil man es Ihnen zutraut, dass sie diese sowohl qualitativ hochwertig als auch schnell erledigen können. Lassen Sie sich nicht verunsichern, sondern vertrauen Sie sich selbst. Dazu sollten drei Ampeln auf Grün sein: Dürfen, Können, Wollen. Jetzt liegt es an Ihnen, die Verantwortung zu übernehmen.

Sieben gute Gründe, Verantwortung zu übernehmen
Wenn Sie Verantwortung übernehmen, profitieren Sie in vielerlei Hinsicht:

  1. Sie können die Welt maßgeblich mitgestalten.
  2. Mit jeder Entscheidung wird Ihre Komfortzone durch die gesammelten Erfahrungen etwas größer.
  3. Sie gewinnen an Sicherheit, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein, weil Sie sich in Ihrer Kompetenz erleben.
  4. Sie ernten Anerkennung und Wertschätzung.
  5. Sie positionieren sich, gelten als gewissenhaft, professionell und zuverlässig.
  6. Sie sind ein Vorbild für andere, weil Sie zeigen, wie es geht. Das schürt Vertrauen.
  7. Sie verbessern Ihr Ansehen und Ihren Stand.

Wir sind verantwortlich für das, was wir tun. Und gleichzeitig für das, was wir nicht tun.

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