11.09.2019

Was tun bei Leistungsdruck im Office?

Wächst der Druck in den Führungsetagen, so wächst er auch in den Vorzimmern. Die rechte Hand des Chefs hat für fundierte Informationen und professionelle Unterstützung zu sorgen. Um das zu gewährleisten, muss sie sich selbst gut managen können.

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Leistungsdruck heißt, seine Aufgaben nicht nur schnell, sondern auch gewissenhaft zu erledigen. Hier zählt Qualität vor Quantität, damit Sie als Leistungsträger wahrgenommen werden – anstatt als jemand, der nur stur abarbeitet. Wie Sie das anstellen können – hier kommen meine Top 10.

  1. Erwartungen abgleichen
    Die Grundfrage ist doch, was von Ihnen erwartet wird und was Sie eigentlich von sich selbst erwarten. Das sollten Sie unbedingt einmal zu Papier bringen, um die Unterschiede der Anforderungen festzustellen und zu eruieren, was Ihr eigentliches Ziel sein sollte. Damit Sie und Ihr Chef zufrieden sein können.
  2. Aufgaben überblicken
    Was genau sind Ihre Aufgaben? Was nicht? Wie viel Zeit steht Ihnen dafür zur Verfügung? Wie und bis wann sollen die Aufgaben erledigt werden? Werden Sie sich darüber klar, um priorisieren zu können.
  3. Sich selbst managen
    Prüfen Sie sich selbst! Wie gut haben Sie sich im Griff? Was können Sie tun, damit Ihre Leistungskurve hoch ist? Sind Sie gut organisiert? Strukturieren Sie sich so, dass Sie optimal arbeiten können. Effektivität und Effizienz sollten dabei in Einklang stehen. Seien Sie fair zu sich selbst, nehmen Sie Erfolgserlebnisse wahr und finden Sie Freude an Ihrer Arbeit. So versetzen Sie sich in den bestmöglichen Zustand für bestmögliche Ergebnisse.
  4. Qualität und Verantwortung bewusst machen
    Wofür stehen Sie? Welche Qualität darf man von Ihnen erwarten? Stellen Sie diese sicher und lassen Sie sich nicht hetzen! Entscheidungen treffen Sie stets nach bestem Wissen und Gewissen. Sie wissen doch: Sie sind verantwortlich für das, was Sie tun, aber auch für das, was Sie nicht tun (unterlassen haben).
  5. Souverän positionieren
    Wie möchten Sie wirken? Da Sie auch Sprachrohr Ihres Chefs sind, sollte schon Ihr Wort allein Gewicht haben. Verzichten Sie auf unnötige Zusätze wie „Mein Chef hat gesagt, …“. Der Ursprung Ihres Handelns sollte jedem klar sein. Gehen Sie selbstbewusst in die Pflicht und halten Sie die Fäden zusammen.
  6. Unterstützung beim Chef einfordern
    Haben Sie alles, was Sie brauchen, um einen guten Job zu machen? Damit meine ich nicht nur das Hintergrundwissen für Ihre Aufgaben, sondern auch die Rückendeckung Ihres Chefs. Wagen Sie sich vor und fordern diese unbedingt ein. Um ein Erfolgsteam abzugeben, müssen Sie nach außen als Einheit auftreten.
  7. Chef entlasten
    Seit Jahren reden wir davon. Auf der einer Seite sind wir durch die Digitalität schneller, aber auch bequemer geworden, beispielsweise wenn wir den Chef in unsere E-Mails mit einkopieren. Das ist KEINE Chefentlastung, sondern eine Belastung. Bei einer klaren Aufgaberegelung ist dies nicht erforderlich.
  8. Statusreport geben
    Es gilt, dem Chef regelmäßig kurz und knackig zu berichten, was Sie alles erledigt haben und was noch aussteht. Damit ist er im Bilde und bekommt gleichzeitig einen Eindruck von Ihrer Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit.
  9. Netzwerken
    Nach wie vor sind Netzwerke wichtig, um als Generalist zu punkten. Knüpfen Sie Kontakte, bauen Sie Beziehungen sowohl intern als auch extern auf und pflegen Sie diese. Nicht nur, dass Sie durch Ihr dann größeres Netzwerk ein Mehr an Wissen zur Verfügung haben; Sie sind gut informiert und können so manches Mal Unmögliches möglich machen.
  10. Sich weiterbilden: Bleiben Sie bitte nicht stehen, sondern satteln Sie stetig Wissen auf. Nehmen Sie Fortbildungsangebote wahr, tauschen Sie sich mit Kollegen aus, gleichen Sie sich ab, damit Sie frische Impulse bekommen und beweglich bleiben.

Viel Erfolg!

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