16.08.2018

Der Urlaub ist vorbei. Bleiben Sie in Balance!

Der Straßenverkehr wird dichter, die Geräuschkulisse in der Firma nimmt zu. Deutlich mehr Füße sind wieder unterwegs, laufen den Flur auf und ab und das Geschnatter in den Büros erblüht. Die Geschäftsräume füllen sich. Vorbei ist die Zeit des Mußeganges. Die gefühlte zweite Jahreshälfte beginnt.

Mit diesen fünf Tipps können Sie Ihre Entspannung aufrechterhalten.

Was für ein Wetter! Gehören Sie zu denen, die diesen Sommer gern noch weiter draußen im Freien genossen hätten, um Ihren Tagträumen nachzuhängen? Oder hat es Ihnen schon in den Fingern gekribbelt, endlich wieder zur Arbeit zu gehen? Wie auch immer – bewahren Sie sich Ihre Erholung und gehen Sie es entspannt an.

Tipp 1: Die Vorbereitung Ihrer Rückkehr

Was erinnert Sie positiv an Ihren Urlaub? Ein bestimmter Geruch, ein spezielles Lied oder haben Sie ein anderes Souvenir, das Sie an die schöne Zeit erinnert und Sie entspannt sein lässt? Nehmen Sie sich Ihren »Anker« mit ins Büro: als Erinnerung, kleine Gedankenflucht und Mini-Tankstelle für die bevorstehenden, womöglich stressigen Zeiten.

Tipp 2: Der frühe Vogel

Auch wenn das Lifo-Prinzip (Last in – first out) noch so verführerisch ist, heute, an Tag 1, empfehle ich Ihnen, etwas früher im Büro zu sein. So können Sie Ihre Dinge in Ruhe sichten, bevor der große Trubel losgeht. Stehen Sie mit der Sonne auf, genießen Sie die morgentliche Ruhe und beobachten Sie auf dem Weg zur Arbeit, wie alles um Sie herum mit aufwacht. Schärfen Sie Ihr Bewusstsein, nehmen Sie wahr, was ist und spüren Sie rein, um im Moment zu verweilen. Und weil Atmung Verstärkung bringt, nehmen Sie am besten noch einen tiefen Atemzug.

Tipp 3: Zurück am Start

Verpulvern Sie Ihre Energie nicht gleich am ersten Tag. Achten Sie auf eine moderate Geschwindigkeit. Die Erholung ist schnell dahin, wenn Sie sofort wieder ins Hamsterrad steigen. Seien Sie gut zu sich und setzen Sie sich selbst nicht unter Druck. Je länger Sie im Urlaub waren, desto kleiner ist die Chance, das Verpasste an nur einem Tag aufzuholen. Darum geht es auch nicht. Vielmehr geht es darum, sich schnellstmöglich einen groben Überblick zu verschaffen, damit das jetzt »Wingendste« (mein Kofferwort für wichtig und dringend) auch prompt erledigt werden kann. Alles andere reiht sich ein. Bringen Sie Ordnung in Ihre Themen und priorisieren Sie nach dem Eisenhower-Prinzip: Was »wingend« (wichtig und dringend) ist, steht an erster Stelle – wir nennen es A-Aufgaben. B-Aufgaben sind wichtig, aber nicht dringend und können somit in Ihre Zeitplanung mit aufgenommen werden. Dafür sind C-Aufgaben dringend, aber weniger wichtig, so dass diese vielleicht auch von Kollegen übernommen werden können – zumindest übergangsweise. Tja, und was weder wichtig noch dringend ist – vielleicht schaffen Sie es jetzt mit Ihrem frischen Blick, sich von diesen Aufgaben gleich zu verabschieden. In Ihre E-Mails lesen Sie sich am besten rückwärts ein. Sortieren Sie sie dazu nach dem Absender. So sind Sie jeweils auf dem neusten Stand und Fragen, Ideen oder Anmerkungen zu Zwischenschritten kommen erst gar nicht hoch. Suchen Sie das Gespräch mit Ihren unmittelbaren Kollegen, um sich in aller Kürze auf den neusten Stand bringen zu lassen.

Tipp 4: Die Mittagspause

Gerade heute ist es wichtig, diese penibel einzuhalten. Ihr Biorhythmus ist noch auf Urlaub programmiert. Er wartet auf diese Pause von der Konzentration. Nutzen Sie die Auszeit und lüften Sie Ihren Kopf. Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf andere Dinge. Zum Bespiel auf Ihren Anker für Entspannung. Was war das noch gleich? Legen Sie Ihr Augenmerk auch zwischendurch immer mal wieder darauf. Entspannen und anspannen ist wie einatmen und ausatmen. Je bewusster wir dies tun, desto höher ist unsere Leistungsfähigkeit auf lange Sicht.

Tipp 5: Der Feierabend

Es ist sehr löblich, wenn Sie ein engagierter und leistungsorientierter Mensch sind. Das muss sich allerdings nicht immer in Überstunden ausdrücken. Und heute – an Tag 1 – sollten Sie diese zwingend vermeiden. Sie wissen doch: Jemals fertig zu werden, ist eine Illusion. Zeigen Sie Ihre Selbstkompetenz und brechen Sie ab, wenn das »Wingendste« getan und Ihr Pensum erreicht ist. Dann können Sie auch guten Gewissens nach Hause gehen. Wenn Ihnen das Arbeiten so viel Spaß macht, sollten Sie sich unbedingt noch etwas für morgen aufheben.

In diesem Sinne – frohes Schaffen und fröhlichen Feierabend!

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