18.01.2018

Im Gespräch mit der ARD

Bereits seit Juli 2017 stehe ich in Kontakt mit der ARD. Worüber wir sprechen, soll kein Geheimnis bleiben. Vielleicht geht es einigen von Ihnen ja genauso: Sie machen es sich vor dem Fernseher gemütlich und möchten sich über die aktuellen Themen informieren.

Als treuer deutscher Bürger fällt meine erste Wahl – schon wegen der führenden Zahl – auf das Erste: die A R D. Ich sitze also vor dem Flimmerkasten, habe die Welt vor Augen, die Uhr tickt und ich bin live dabei, wenn es 20:00 Uhr schlägt, ein Gong ertönt und eine Frauenstimme lässt mich ehrfürchtig aufhorchen, wenn sie sagt: „Hier ist das erste deutsche Fernsehen mit der Tagesschau ...“ Wow! Das nenne ich eine Aufmachung! Hier stimmt alles: Tolles Szenenbild, erstklassige Kameraführung, direkter Blickkontakt vom Nachrichtensprecher – sehr souverän und fast so spannend wie ein Krimi inszeniert. Könnte man meinen. Doch was müssen meine »entzündeten« Augen da sehen: 09. Januar 2018. „Autsch!“ Schmerzt Sie diese Schreibweise ebenso wie mich? Sie mögen mich für pedantisch halten. Genau! Und völlig angebracht, wie ich als DIN 5008-Vollblut finde. Jede Top-Assistenz würde mir recht geben. Ich möchte das nachlässig, noch lieber fahrlässig nennen, denn gerade von einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt erwarte ich, dass sie Vorbild für die Gesellschaft ist und einen wesentlichen Beitrag zur Bildung und Kulturerhaltung beiträgt. Nicht nur, weil wir möchten, dass unser Volk als gebildet gilt, sondern auch deswegen, weil wir von Zuwanderern verlangen, dass sie sich integrieren. Durch Integrationskurse soll erreicht werden, den ausländischen Mitbürgern unsere deutsche Sprache, Kenntnisse zu unserem Staat, zu unserer Gesellschaft sowie zu unserer Geschichte zu vermitteln. Unsere DIN-Normen sollten dazugehören, denn sie sind ein Ordnungsinstrument unserer Wirtschaftswelt. Und darum geht es doch: Den Menschen Orientierung zu geben, damit sie an Sicherheit gewinnen. Apropos Geschichte: Würde Adolf Grimme, ehemaliger Vorsitzender der ARD, noch leben, würde ich in ihm sicher einen starken Partner für die Erhaltung der deutschen Kultur sowie der Volksbildung finden.

Was wünsche ich nun konkret? Ich habe der ARD empfohlen, sich mit den DIN 5008-Regeln, die sich mit den Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung befasst, vertraut zu machen. Der Fehler liegt hier bei der „0“. Auf diese wird bei der alphanumerischen Schreibweise verzichtet:

RICHTIG: 9. Januar 2018

FALSCH: 09. Januar 2018

Die „0“ ist dann korrekt, wenn Sie das Datum numerisch schreiben – es nur aus Zahlen besteht. Dann werden die einstelligen Zahlen bei Tag und Monat sehr wohl mit einer „0“ aufgefüllt. Nebenbei bemerkt wird die Jahreszahl immer vierstellig abgebildet.

RICHTIG: 09.01.2018

FALSCH 9.1.18, 09.1.18, 9.01.18, 09.01.18

So viel Klugscheißerei für diese meine Berufsgruppe muss sein. Denn hieran bemisst sich ihre Professionalität, die Tag für Tag von der Assistenz abverlangt wird.

Allen anderen danke ich fürs Reinlesen. Es ist mir ein Bedürfnis, auch weil es im Marketing vielfach verkehrt wiederzufinden ist. Das war übrigens auch die Rechtfertigung der ARD: „… aus design-technischen Gründen“, hieß es. Worüber sich streiten ließe …

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